Naturwein, Orange, Pét-Nat: Die wichtigsten Weinbegriffe einfach erklärt

Naturwein, Orangewein, Pét-Nat oder Tannine: Wir übersetzen die Begriffe, die euch in Weinhandlungen begegnen – ganz ohne Fachchinesisch.

Wer heute eine Weinhandlung betritt, stolpert schnell über Begriffe, die vor ein paar Jahren kaum jemand kannte. Naturwein, Orange, Pét-Nat – klingt spannend, aber was steckt dahinter? Hier ist euer kleines Weinlexikon für den nächsten Einkauf oder eure nächste Stadt Wein Wanderung.

Naturwein

Für Naturwein gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Definition. Gemeint sind Weine, bei denen im Keller möglichst wenig eingegriffen wird: Die Trauben stammen meist aus biologischem Anbau, vergoren wird mit den eigenen, natürlichen Hefen, und Zusätze wie Schwefel werden kaum oder gar nicht verwendet. Das Ergebnis schmeckt oft lebendig, manchmal etwas wild und immer ein bisschen anders als erwartet.

Orangewein

Mit Orangen hat dieser Wein nichts zu tun. Orangewein ist ein Weisswein, der wie ein Rotwein gemacht wird: Die weissen Trauben gären zusammen mit ihren Schalen. Dadurch bekommt der Wein seine bernsteinfarbene Farbe, mehr Struktur und spürbare Gerbstoffe. Ideal für alle, die Weisswein mögen, aber Lust auf etwas Kräftigeres haben.

Pét-Nat

Pét-Nat steht für «Pétillant Naturel», also natürlich prickelnd. Der Wein wird in die Flasche gefüllt, bevor die Gärung ganz abgeschlossen ist. So entsteht die Kohlensäure direkt in der Flasche. Pét-Nats sind oft leicht trüb, verschlossen mit einem Kronkorken und herrlich unkompliziert.

Tannine

Tannine sind Gerbstoffe, die vor allem aus den Traubenschalen und Kernen stammen. Ihr spürt sie als trockenes, leicht pelziges Gefühl im Mund, besonders bei Rotwein. Sie geben dem Wein Struktur und helfen ihm beim Reifen.

Säure

Säure sorgt dafür, dass ein Wein frisch wirkt und Lust auf den nächsten Schluck macht. Ein Wein mit wenig Säure schmeckt schnell flach, einer mit viel Säure knackig und lebendig. Typisch für viele Schweizer Weissweine.

Bio und biodynamisch

Bio-Weine stammen aus Rebbergen ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger. Biodynamische Weingüter gehen noch einen Schritt weiter und arbeiten mit Präparaten, Kreisläufen und oft nach dem Mondkalender. Erkennbar sind solche Weine zum Beispiel an Labels wie Bio Suisse oder Demeter.

Terroir

Terroir beschreibt alles, was einen Wein von seinem Herkunftsort prägt: Boden, Klima, Lage und die Menschen, die ihn machen. Darum schmeckt dieselbe Traubensorte an zwei Orten nie ganz gleich.

Einfach fragen

Und wenn euch unterwegs ein Begriff begegnet, den ihr nicht kennt: Fragt nach. Auf einer Stadt Wein Wanderung sind Weinfragen ausdrücklich erlaubt – unsere Gastgeber:innen erklären gerne, was hinter dem Wein im Glas steckt.

Zu den Stadt Wein Wanderungen →

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